knu!
knu! (foto by sabine niggemann)
knu!
the free improv trio from germany's ruhr area focusses on raw sounds. combining free music, rock, noise and cage in thei place of space. they are easily unapologetic and have blind faith in each others as they simply enjoy their hypnotic paths. hard to grasp.

jim black: "granulated reality, aural car crash, or your happy birthday interrupted happily....something for the whole family!"

ACHIM ZEPEZAUER - electronics
FLORIAN WALTER - baritone sax, ms-20
SIMON CAMATTA - drums
knu!

das trio aus dem ruhrgebiet, spielt freie improvisation mit einem klaren ziel: keine kompromisse, stattdessen große spielfreude und blindes vertrauen. alles kommt in den klangtopf. rock mischt sich mit noise, free jazz mit cage und space is the place. immer auf den punkt und trotzdem hypnotisch. kaum zu fassen.

ACHIM ZEPEZAUER - electronics
FLORIAN WALTER - baritone sax, ms-20
SIMON CAMATTA - drums

arnold de boer (the ex): "the only question is: which snake will not dance to this?"

die cd "vapor concrète" (umland records, 2017)


upcoming gigs:

04.jun 2017, moers festival
16. jun 2017, hamburg, astra stube
17. jun 2017, berlin, tba
18. jun 2017, leipzig, tba
24. jun, 2017, dresden, blaue fabrik
04. jul 2017, kaunas (LIT), tba
05. jul 2017, panevezys (LIT), tba
06. jul 2017, riga (LET), tba
08. jul 2017, tallinn (EST), philly joe
28. sep 2017, basel (CH), tba
die cd "my horse doesn't give a shit" (unit records, 2015)


die vinyl single "7" (self released, 2014)


biking
3D
past shows:

06. dez 2013, essen, emo
08. mai 2014, essen, lichtburg
09. mai 2014, berlin, ausland
10. mai 2014, berlin, peppi guggenheim
24. aug 2014, duisburg, platzhirsch festival
24. okt 2014, dortmund, the dorf umland festival
06. nov 2014, aachen, raststätte feat. paul hubweber
07. nov 2014, düsseldorf, solaris
08. nov 2014, saarbrücken, laden frau schwarz
27. nov 2014, bremen, paradiso
28. nov 2014, hannover, galerie lunar
29. nov 2014, dortmund, schlegels
29. nov 2014, mülheim, shiny toys festival
07. dez 2014, münster, black box/cuba
08. dez 2014, mainz, schon schön
13. dez 2014, düsseldorf, jazzschmiede
24. jan 2015, duisburg, steinbruch / dorffest
03. mär 2015, dortmund, evinger schloss
10. mai 2015, duisburg, lokal harmonie
17. mai 2015, dortmund, domicil / soundzz
27. mai 2015, gent (B), hot club de gand
12. jun 2015, dortmund, domicil
08. aug 2015, oberscheid, kulturtag
22. aug 2015, essen, essen.original / kopstadtplatz
02. sep 2015, essen, goethebunker / nrw soundtrips
13. sep 2015, essen, nano festival
29. sep 2015, bielefeld, bunker ulmenwall
22. okt 2015, amsterdam (NL), de ruimte
23. okt 2015, hannover, kulturpalast
25. otk 2015, witten, (...)raum
27. okt 2015, dortmund, eldoradio
14. dez 2015, essen, denkodrom, galerie cinema
16. jan 2016, essen, joe festival
02. feb 2016, köln, loft
08. feb 2016, duisburg, die säule
14. feb 2016, essen, maschinenhaus + AdHoc >TRAILER<
21. apr 2016, ilmenau, jazztage
08. mai 2016, bottrop, kulturkneipe passmann (canceled)
06. okt 2016, bochum, rottstr5
07. okt 2016, amsterdam (NL), de ruimte
08. okt 2016, nijmegen (NL), extrapool
21. nov 2016, freiburg, e-werk
REVIEWS:

freiStil #72 (mai/juni 2017)
KNU! Vapor Concrète (Umland / umlandrecords.de)
Achim Zepezauer (tischlein eleektrisch) Florian Walter (bars, synth) Simon Camatta (dr)
Es dampft ordentlich unordentlich, wenn diese dreiköpfige Splittergruppe des Ruhrgebiet-Kollektivs The Dorf vapor concrète ablässt. Grenzgenial sekundiert von grellen Witz im Design - Artwork: Achim Zepezauer, Zeichnugen: Ulisse Aldrovandi, Malerei: J.A.D.Ingres - und in den Titelgebungen (Angelika niest hier, Sechs Sorten Fleisch, Pike Matton u.a.), treibt es knu! auf dieser CD ähnlich bunt wie schon auf der Debütplatte My Horse Doesn't Give A Shit, über die Kollege Dr.Wu in freiStil #62 urteilte: "Da wird geschreddert, geholpert, gescherzt, geflowed, Stockhausen zitiert und auch gleich wieder ad absurdum geführt, verschachtelt, eingewickelt und einfach nur gemacht." Des Doktors Fazit: "Da können sich die bierernsten Jazz-Herren mal eine Scheibe abschneiden." Klangfuturistischer, interplanetarischer Impro-Irrsinn, der die Ruhr als Fluss auf dem Saturn halluziniert: Das ist die Domäne von Zepezauer, Walter & Camatta. Wobei man sich vom ersten Track, Improvinzialismus abfeiern (wo immer man ihn vorfindet), bis zum letzten, Yobrodiggernice, über eine sukzessive Steigerung, eine stete Steigung den Weg bahnt. Ein Zwischengipfel wird im durchtriebenen Sprachsampling von Gedult of Life (#6) erklommen, ein zweiter im Haudrauf von "Nichts Persönliches (#9), ein dritter im smarten Punkjazz von Moan!! (#11). Über allen Gipfeln ist indes selbst nach der final-famosen Schlussnummer noch immer keine Ruh' - zumal sich das infernale Trio der etwas in Vergessenheit geratenen Tugend des Hidden Tracks gefleißigt und nach kurzer Verschnaufpause noch zwei hitzig-coole Minuten nachlegt; zwei zusätzliche Kohlen ins Feuer legt, auf dass es noch länger richtig schön warm bleibt ums Herz und in den Ohrwascheln (felix)

KNU! My Horse Doesn´t Give A Shit (Unit Records, UTR 4609): Und irrend hab ich dies gefunden, hieß es bei James Tiptree, Jr. Mir geht es hier umgekehrt, ich finde Achim Zepezauer und verirre mich zum Hampelstern-Terzett, zum Krachkisten Orchester, zu Das Behälter. Bei solchem Humor brauche ich mich nicht über ein Cover zu wundern, das 1838 den König von Lahore und géricaultsche Pferdeärsche zeigt. Knu? KNU! Mit Florian Walter gelangt man halbwegs wieder in die Zivilisation, er bläst nämlich auch bei The Dorf die Backen auf, hier setzt er zum Baritonsax noch Synth ein, während Zepezauer sein Tischlein rein elektronisch deckt. Dazu trommelt Simon Camatta, der, ebenfalls The Dorf-bewährt, sich zusammen mit Paul Hubweber in The Yellow Snow Crystals immerhin schon zappaesk als König Gong gezeigt hat. Hier klopft er einen mürbe für die elektronische Vögel- & Schmurgelei 'Erwin', während das sonore Bariton auf einer anderen Ebene röhrt. Danach gibt sich auch Walter aufgekratzer zu hornissig hirnrissigem Gejaule. Für 'Rummelschlucke' wird die Käseorgel angeworfen, Camatta schwingt Beselchen und rappelt, Walter synthetisiert und pustet zuletzt die Löcher aus dem Käse. Im Galopp und mit 'Kompromissfanatismus' geht's weiter über Stock und Rock, mit gustafssoneskem Geröhre, blechernem Klimbim, einem Froschkönig, Pressluft, kuriosem Holterdipolter. Sätze werden kupiert wie Pferdeschwänze, es gibt Baritöne in fünfzig Schattierungen, druckvolles Gefitzel und Blasmusik-Gefetzel, ständiges 'Störfeuer' und unanständige Anspielungen, gehacktes Brot, Kürzel mit Würze und Geknarze mit Warze, gehudeltes Gedudel, verhackstückten Gesang aus der Dose. Das Bariton scheint manchmal uranusweit entfernt von Camattas nervösem Getickel und Zepezauers Gefurzel. Aber sie hoppereitern doch zusammen auf einem Ross, als Weltgeist, den die Götterdämmerung einen Scheiß interessiert. [BA 86 rbd]



freiStil #62 Sep/Okt 2015
Knu!
My Horse doesn´t give a Shit
 
Mindestens gleich wenig wie ihr Pferd scheißen sich KNU! aka Simon Camatta, Achim Zepezauer und Florian Walter auf ihrem Longplayer-Debüt. Da wird geschreddert, geholpert, gescherzt, geflowed, Stockhausen zitiert und auch gleich wieder ad absurdum grführt, verschachtelt, eingewickelt und einfach nur gemacht. Die komödiantischen und sarkastischen Titel sowie das irrwitzig sinnfreie Artwork tun ihr Übriges zum wunderbar bekloppten Gesamteindruck dieses Trio aus dem Umfeld des legendären Ruhrgebiet-Ensembles The Dorf, initiert vom Komponisten und Saxofonisten Jan Klare. Die selbstbezeichnete Melange aus Noise, Free Jazz, Rock, John Cage und Space is the Place kommt ungemein punkig und authentisch daher und macht einfach Spaß; bei den ersten Hördurchgängen bekommt man das Schmunzeln nur schwer von den Lippen. Natürlich auch keine leichte Kost für jedermann, aber dafür so richtig Freistil - und dasauch noch mit Schmackes. Da können sich die bierernsten Jazz-Herren mal eine Scheibe abschneiden. Anspieltipp: Fifty Shades Of I Don`t Give A Fuck, Vaginer.  (dr.wu)
more live concert films:

armut dummheit ruhrgebiet - jazztage ilmenau
achim zepezauer wird uns in das nächste stück bringen - jazzfest hannover
ich liege tot im bett - bunker ulmenwall bielefeld
wie talkst du mit mir? - jazzfest hannover
f*** you *tunes - hot club de ghent, belgien
i'm lying on the floor of my room - studio recording for 7"
live @ emo, essen - first knu! gig
live @ emo, essen, part 2
loopartxe speziaal - extrapool nijmegen
erwin - studio recording 4 my horse doesn't give a shit
störfeuer - studio recording 4 my horse doesn't give a shit
my horse - studio recording 4 my horse doesn't give a shit

knu! + adHoc trailer
rummelschlucke - nano#1 festival, essen
ex tempore - bunker ulmenwall, bielefeld

50 shades of i don't give a fuck - bunker ulmenwall, bielefeld

shut the fuck up is gluten free - goethebunker, essen
dancing on uranus, hot club de ghent, belgien


knu!


Jazzword May 2016 
In-your-face mockery shares space with musicianship on My Horse Doesn’t Give a Shit (Unit Records UTR 46089), as the German Knu! trio uses Achim Zepezauer’s electronics, Florian Walter’s baritone saxophone synthesizer and Simon Camatta’s drums to create the improvised music equivalent of punk rock. Over the course of 14 tracks, some with semi-scatological titles, rawness is the outstanding leitmotif. Walter’s glottal blasts often evolve in direct counterpoint to the electronic processing, while shaded drumbeats underline that contest. In a way it’s the equivalent of a 1950s film on juvenile gangs, with Zepezauer and Walter facing off for a rumble and Camatta’s recurrent beats setting up the confrontation. Although Zepezauer’s programs can create un-attributable textures, he’s more interested in chameleon-like reverses. He replicates roller-ring organ tones on “Mit Dir Am Hafen”, spelled by back beat drums and reed tones that seem to be filtered through a sieve; matches cymbal scrapes and sax tongue stops with signal-processed buzzes on “Ausritt”; plus the connected “Brotwar Quadrata” and “Fifty Shades of I Don’t Give a Fuck”. Lyricon-like whooshing produces a seemingly endless disco-dance-like rhythm cannily burlesqued by reed overblowing on some tracks. Zepezauer also layers the tracks with programming tropes. Recordings of German and English voices are introduced to many tracks, subsequently cut off, slowed down or sped up so they resemble cartoon chipmunk chatter. Flanged interruptions sound like magnetic tape running backwards, which on “Den Hooran” challenges Camatta’s stick whumps and cymbal clanks and Walter’s intermittent processed buzzes. The brief “Thank You Mom” melds pre-recorded marching band echoes with live beats pumping from the others. Insisting like a punk band that the CD be played loud, there’s enough distance and details expressed here to distinguish Knu! from rock primitives. 
Ken Waxmen